Kleintierpraxis Dr. Luitz Sonthofen
Sommerzeit ist Grillzeit! Erfahren Sie mehr unter "Aktuelles"


Schnauze weg vom Grill!

Auch wenn es noch so verlockend duftet, und noch so herrlich schmeckt – gegrillte Spareribs, Bratwürste oder Steaks sind für den Hund tabu. Frauchen und Herrchen müssen deshalb während der Grillzeit stark sein und den sehnsuchtsvollen Blicken ihrer vierbeinigen Hausfreunde widerstehen. Fleisch und Würste sind meist stark gewürzt. Vor allem hohe Mengen an Salz können dem Hund gefährlich werden. Zu viel Salz reizt den Magen und führt zu erhöhtem Wasserbedarf. Denn die Hunde müssen viel trinken, damit das überschüssige Salz wieder ausgeschieden werden kann. Herz und Nieren werden hierdurch besonders belastet. Ist der Hund bereits vorbelastet, älter oder chronisch krank, kann zu viel Salz sogar zum Tod führen.


Nicht selten gehören auch Zwiebeln und Knoblauch zur würzigen Marinade, die für uns Menschen den geschmacklichen Reiz des Grillfleischs ausmacht. Zwiebelgewächse beinhalten jedoch einen speziellen Stoff, der sich negativ auf die roten Blutkörperchen im Körper des Hundes auswirkt, und zu massiven Beeinträchtigungen führen kann. Hund leiben natürlich auch Knochen. Gegrillte oder gebratene Knochen splittern jedoch schneller als rohe Knochen und erhöhen somit die Gefahr von Verletzungen im Hundemagen. Schlimmstenfalls können Knochensplitter die Darmwand durchstoßen und Futterpartikel in die Bauchhöhle gelangen. Die Folge sind schwerwiegende Entzündungen des Bauchraums.
Vorsicht ist auch geboten, wenn das Grillgut noch nicht über der Holzkohle schmurgelt. Vor allem rohes bzw. nicht durchgegartes Schweinefleisch kann Infektionserreger enthalten, die schwerwiegende Infektionen auslösen können. Zudem machen Hunde auch nicht vor noch verpacktem Grillgut halt. Besonders gefährlich sind hierbei die Fleischabpackungen mit Vlies, da Hunde dies oft mit hinunterschlingen. Das Vlies ist unverdaulich und kann als Fremdkörper im Darm zu erheblichen Problemen bis hin zum Darmverschluss führen.
Nun wird der Hund nicht vorher fragen, ob vielleicht doch ein Stückchen Fleisch für ihn abfällt. Wenn ihm das Wasser im Mund zusammenläuft, wird er schnell zur diebischen Elster. Deshalb sollte man die Grillware vor dem Braten niemals unbeaufsichtigt stehen lassen. Andererseits ist Panik fehl am Platze, falls es doch zum „Mundraub“ kommt. Wichtig ist es dann, das Tier zu beobachten. Erbricht es sich, bekommt Durchfall oder Verstopfung, ist der Weg zum Tierarzt jedoch sinnvoll. Dort wo gegrillt wird, steht oft auch Alkohol unbeaufsichtigt herum. Manch ein Partygast mag es witzig finden, wenn ein Hund durch die Gegend torkelt. Ist es aber nicht. Alkohol ist ein absolutes No-Go für Tiere. Größere Mengen können zu einer Alkoholvergiftung führen, die schnell behandelt werden muss.
Wem das übertrieben vorkommen mag, sollte bedenken, dass nach der Erfahrung von Tierärzten nach schönen Wochenenden gehäuft Hunde mit massiven Krankheitssymptomen in den Praxen vorgestellt werden.

Eine kleine Checkliste hilft, dass der Grillabend für alle ein ungetrübtes Erlebnis bleibt.
- Rohes Grillgut nicht aus den Augen lassen
- Tiergerechte Leckerlis bereithalten
- Hund vom heißen Grill fernhalten. Verbrennungsgefahr!
- Verpackungen (Plastik) oder Grillschalen (Aluminium) nach Gebrauch entsorgen
- Zugang zu alkoholischen Getränken verhindern
- Die Gäste bitten, den Hund nicht „heimlich“ zu füttern


Hitze

Nicht nur uns macht die Sommerhitze zu schaffen. Auch unsere Haus- und Heimtiere leiden unter den warmen Temperaturen. Besonders trifft es Hunde und Katzen plattschnäuziger Rassen, wie Möpse oder Französische Bulldoggen. Durch die extrem reduzierten Nasenmuscheln können diese Hunde ihre Körpertemperatur nur sehr schlecht regulieren. Daher sind diese Rassen besonders schnell und häufig vom Hitzschlag betroffen, der nicht selten tödlich endet. Achten Sie darauf, an heißen Tagen nur in den Morgen- oder Abendstunden Gassi zu gehen, planen Sie Ihre Runden so, dass immer genügend Wasser zur Abkühlung vorhanden ist und lassen Sie Ihr Tier niemals bei warmen Temperaturen im Auto!



Ich habe ein Wildtier gefunden. Braucht es Hilfe?

Gerade im Frühling und Frühsommer findet man immer wieder Jungtiere verschiedener Wildtierarten. Nicht immer ist es einfach einzuschätzen, ob diese Hilfe brauchen oder nicht. Unter www.wildtier-sos.de finden Sie Rat. 




Reiseprophylaxe? Zeckenprophylaxe? Warum eigentlich?


Zecken, Mücken und Würmer sind nicht einfach nur eklig, sondern können auch gefährlich sein.
Beim Menschen kennt man durch Zecken übertragene Krankheiten wie FSME und Borreliose. Doch nicht nur die können für Hunde gefährlich sein. Seit ein paar Jahren sind auch in Deutschland Babesien und Anaplasmen auf dem Vormarsch. Diese Erreger zerstören unterschiedliche Blutzellen und sind mitunter schwer zu eliminieren. Leishmanien werden durch den Stich der Sandfliege übertragen und verursachen schwere Symptome, die eine lebenslange Behandlung nötig machen. Herzwürmer schädigen Lunge und Herz dauerhaft. Die Behandlung all dieser Erkrankungen ist langwierig, kostenintensiv und nicht immer kann ein betroffenes Tier vollständig geheilt werden.
Dies sind nur ein paar der häufigsten Erreger. Daher ist eine angemessene Parasitenprophylaxe für In- und Ausland wichtig!
Wir beraten Sie gerne dazu!


Erhöhung der Gebührenordnung (GOT) für Tierärzte

Die Gebührenordnung (GOT) für Tierärzte wurde zuletzt 1999 überarbeitet und seitdem nur einmal pauschal erhöht. Die am 22.11. 2022 in Kraft tretende GOT basiert auf den Daten von 2020, d.h. die Kosten der Inflation, die auch uns treffen, sind da noch gar nicht mitberücksichtigt.
Die Tierärzteschaft hat ein Nachwuchsproblem, weil die finanzielle Lage und die Belastung durch Notdienste für die jungen Tierärzte leider nicht traumhaft sind. Gute Leistungen haben ihren Preis und Sie möchten Ihr Tier weiterhin gut versorgt wissen. Dafür braucht es Wissen, Ausstattung und gute Mitarbeiter in der Praxis. Dennoch: Lassen Sie sich nicht von den Medien in Panik versetzen. Wie bislang auch, können Sie die Preise anhand der ausgestellten Quittungen nachvollziehen und auch gerne bei uns nachfragen. Die Preiserhöhungen werden sich in einem Bereich von 10-20% belaufen. Es ist sicher auch in Ihrem Interesse, wenn es in Zukunft genügend TierärztInnen zur Versorgung Ihres Lieblings gibt.


Änderungen im Tierarzneimittelgesetz TAMG

Seit 28. Januar 2022 gibt es ein neues Tierarzneimittelgesetz, das uns sehr strikte Rahmenbedingungen im Umgang mit Arzneimitteln vorgibt.

Beispielsweise dürfen wir keine Medikamente (auch Wurm- und Zeckenmittel) für Tiere mehr abgeben, die nicht regelmäßig bei uns vorgestellt werden. Eine Abgabe von Medikamenten für Tiere, die noch nie bei uns waren, ist daher ausgeschlossen. Auch der Versand von Medikamenten ist verboten. Ein Verstoß gegen dieses Gesetz stellt nun eine Straftat dar. 

Wir bitten Sie daher um Verständnis, dass wir uns hier an die gesetzlichen Vorgaben halten und Sie gegebenenfalls bitten, einen Termin zu vereinbaren, wenn Sie noch nie oder über ein Jahr nicht mehr mit Ihrem Tier vorstellig waren.

Der nächste Welpeninformationsabend ist in Planung!

An diesem Abend erhalten sie Informationen zu Verhalten und Entwicklung Ihres Welpen bzw. Hundes, zu Prophylaxemaßnahmen wie Parasitenbekämpfung und Impfungen, zur Ernährung im Wachstum sowie zu allgemeinen Aspekten zum Thema Kastration. Wir bitten um eine verbindliche Anmeldung in der Praxis und freuen uns auf Ihr kommen. 

 

Illegaler Welpenhandel

Informationen zum Thema "Illegaler Welpenhandel" finden Sie unter: www.bmel.de/welpenhandel